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Pflegeanspruch

Emotionale Zuwendung ist der Schlüssel zum Patienten

Insel der Hoffnung

Die Liebe und Zuwendung sind die wichtigsten Komponenten für eine erfolgreiche Förderung unserer Patienten. Zuwendung ist der Schlüssel zum Aufwachen.

Welchen Anreiz könnte ein Mensch haben, sich anzustrengen den Weg in unsere Bewusstseinswelt zurückzufinden, wenn nicht durch die Liebe zu einem anderen Menschen? Der Patient steht zwischen zwei Welten - Leben und Tod - und letztlich entscheidet er sich, wohin er geht.

Jeder Augenblick unseres Lebens ist es wert, beachtet zu werden. Viele Momente werden übersehen, bleiben ungenutzt und bedeutungslos. Wir alle haben nur einmal die Chance zu leben, zu erleben und Augenblicke der Freude, Begeisterung, der Anerkennung, der Selbstbestätigung, des Glückes und der gegenseitigen Achtung wahrzunehmen und mit zu gestalten.

Die Pflege und Betreuung von Menschen in einem apallischen Syndrom und besonders in den nachfolgenden Remissionsphasen erfolgt durch ein komplexes Programm mit einem bereitgefächerten, qualifizierten Angebot.

Sowohl die pflegerische als auch therapeutische Maßnahmen sind sorgfältig abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten des Betroffenen. Die Störung im Bereich der Reizaufnahme und -verarbeitung bedingt stets ein wohldosiertes Förderprogramm.

Unser Ziel:
ist in dem Bereich des Inputs zu arbeiten, das Gehirn zu aktivieren, das Knüpfen neuer Synapsen zu fördern, das Gehirn neu zu organisieren, das heißt neues Leben !!!

Der Mensch im Apallischen Syndrom durchläuft die folgenden Remissionsstufen:

1. Apallisches Syndrom:

  • Keine emotionelle Reaktion
  • lange Schlaf- und kurze Wachphasen
  • Wischbewegungen/orale Mechanismen

2. Primitiv - psychomotorische Phase:

  • Undifferenziertes ängstliches Verhalten
  • ängstlicher Ausdruck in Augen und Mimik
  • Wachphasen orientieren sich an der Tageszeit
  • kurze Blickkontakte
  • Abwend-, Wisch- und Strampelbewegungen
  • Esstraining wird möglich!

3. Phase des Nachgreifens:

  • Ungeduldiges Verhalten
  • Patient dreht den Kopf weg
  • Sicheres optisches Fixieren und Folgen mit den Augen
  • Greift nach allen und steckt alles in den Mund
  • Lallmonologe
  • gezieltere motorische Aktivitäten

4. Klüver-Bucy Phase:

  • Rasch wechselndes Affektverhalten mit zornigen und schmeichelnden Reaktionen
  • Differenzierte Gefühle wie Freude, später auch Trauer
  • Bedingtes Sprach- und Situationsverständnis
  • Wiedererkennen von Personen
  • zunehmender Einsatz der Sprache
  • Beherrschte Fähigkeiten setzen langsam wieder ein
  • Kraftdosierung und Koordination werden sicherer

5. Korsakov-Phase:

  • Bewusstwerden der eigenen Stimmungen
  • Erwachen des Gefühlslebens
  • Euphorisch-depressive Stimmungslage
  • Aufbau der Sprache
  • Bewusstwerden der eigenen Situation
  • komplexe, koordinierte Bewegungsabläufe
  • eigeninitiiertes Handeln im Ansatz
  • freies Laufen

6. Phase des organischen Psychosyndroms:

  • Psychosyndrom und Defektstadium zeigen fließenden Übergang
  • daher Integrationsphase
  • Auseinandersetzung mit Umwelt
  • Orientierung nach Außen und in die Zukunft

7. Defektstadium:

  • bis dahin gravierende Verhaltensauffälligkeiten
  • oft erhebliche motorische Einschränkungen durch extrapyramidale, spastische oder zerebrale Störungen
  • meist gelingt doch die Integration in das familiäre Umfeld oder die Wohngemeinschaft

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Dann schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an: 03583 696669.